bernd weiss osteopathie
bernd weiss                                                                        osteopathie

Erlauben sie uns vorweg einen kleinen Exkurs:

 

die Osteopathie gliedert den Körper in verschiedene Systeme, die nur in einem engen und gut koordinierten Zusammenhang funktionieren können. Es darf niemals der Gedanke entstehen, es würde "verschiedene Osteopathien" geben.

 

Eine lediglich "craniosacrale Behandlung" oder eine lediglich "parietale Behandlung" geht weit an dem vorbei, was unter Osteopathie verstanden werden sollte. Dabei wird der Grundsatz der Einheit des Körpers, und die daraus resultierenden Abhängigkeit der verschiedenen Systeme untereinander, nicht respektiert. 

 

Leider ist in den letzten Jahren zu beobachten, aus welchen Gründen auch immer, dass manche "medizinischen Dienstleister" Teilbereiche der Osteopathie als "Osteopathie" verkaufen. Einzeln Techniken werden aus ihrem Kontext herausgelöst, gelehrt und auch als therapeutisches Mittel angeboten. Dies geht natürlich weit an der Philosophie der Osteopathie vorbei.

 

Die Gesamtheit der osteopathischen Ausbildung umfasst nach dem Verständnis der BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie) 1350 Stunden Unterricht, mit einer nachfolgenden, umfassenden Prüfung. (siehe auch: www.bao-osteopathie.de, www.oam-online.de ).

 

Nur eine solche Ausbildung führt uns an das Verständnis für die Philosophie der Osteopathie heran, und nicht eine "Kurseinheit für osteopathische Techniken".

 



Geschichte der Osteopathie

 

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) gilt als Begründer der Osteopathie.

 

Er hat mit ansehen müssen, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder an Krankheiten starben. Er suchte deshalb nach einem neuen Verständnis von dem, was Medizin sein sollte.

 

Seine Erkenntnisse bilden bis heute das Fundament der osteopathischen Medizin:

- Bewegung als Grundlage für alle Strukturen im Körper

- die gegenseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion

- der Organismus als untrennbare Einheit

- unsere Fähigkeit zur Selbstheilung

 

1874 verkündet Still "seine neue Medizin" und gibt ihr den Namen Osteopathie.

 

Der zusammengesetzte Begriff leitet sich aus den altgriechischen Wörtern "Osteo" für Knochen und "Pathos" für Leiden her. Ein Hinweis darauf, dass sich Erkrankungen unseres Körpers am Skelettsystem/Knochen repräsentieren.

 

 

Berufspolitische Entwicklung:

 

Still beschließt Osteopathie zu unterrichten und gründet 1892 in Kirksville, Missouri, USA, die American School of Osteopathy (heute das Kirksville College of Osteopathic Medicine).

 

Seine Osteopathie findet großen Zuspruch. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird sie in immer mehr amerikanischen Bundesstaaten rechtlich anerkannt. Gleichzeitig gibt es aber (natürlich?) massive Bestrebungen der Ärzteverbände die Osteopathie einzuschränken. Erst in den 1960er Jahren wird dieser Streit beendet. Seit dieser Zeit gilt die Osteopathie in den USA als eine allgemeine Möglichkeit der Heilbehandlung anerkannt.

 

In Europa entwickelt sich die Osteopathie etwas anders. Ein Schüler von Still, der Engländer John Martin Littlejohn, bringt die Osteopathie nach Europa. In London gründet er 1917 die bis heute existierende British School of Osteopathy. In den 1950er Jahren erreicht die Osteopathie auch den europäischen Kontinent. Hier sind es vor allem aber die "nichtärztlichen Therapeuten", die in der Osteopathie einen wirksame Form der manuellen Therapie sehen.

 

So entwickelt sich bei uns die Osteopathie als rein manuelle Form der Medizin weiter - ganz so, wie sie von A. T. Still, einmal begründet und verstanden wurde. Seit 1993 ist der Beruf des Osteopathen in England rechtlich anerkannt. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. Praktiziert wird die Osteopathie in nahezu allen europäischen Ländern.

 

 

Weiterentwicklung als Medizin

 

Still hatte sich vor allem mit dem Bewegungsapparat, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen, dem so genannten parietalen Bereich, beschäftigt.

 

Andere Osteopathen entwickeln jedoch das Konzept der Osteopathie kontinuierlich weiter:

 

William Garner Sutherland (1873 – 1954), ein Schüler von Still, stellte

1939 sein Konzept der primären Respirationsbewegung vor. Hierbei handelt es sich um eine sehr feine, eigenständig pulsierende Bewegung. Man kann sie am Schädel, am Steißbein aber auch anderen Strukturen des Körpers erspüren. Sie steht allerdings nicht im Zusammenhang mit Herzschlag oder Atmung. Dieser Primäre Respiratorische Mechanismus (PRM) bildet für Osteopathen ein wichtiges Instrument zur Diagnose und Therapie. Sutherland erweitert damit die Osteopathie um den so genannten kraniosakralen Bereich.

 

Eine zusätzliche Ergänzung erfährt die Osteopathie in den 1980er Jahren. Die französischen Osteopathen Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck beschäftigen sich ausführlich mit den inneren Organen, deren Bewegungen zueinander und wie diese osteopathisch untersucht und behandelt werden können. Barral prägt den Ausdruck des "visceralen Gelenkes". Sie erweitern die Osteopathie um den so genannten viszeralen Bereich.

 

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Hier finden Sie nicht nur international anerkannte Fachliteratur, sondern auch wunderbare Literatur "zum Schmökern".

 

 

 

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Bernd Weiß  

Heilpraktiker

Physiotherapeut

 

Landsberger Str. 23
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